22 Kinder erlebten Abenteuer im Wald sowie Natur pur
Im Rahmen des Schülerferienprogramms der Stadt Herbrechtingen bot der Stadtjugendring unter dem Motto „Naturschutz vor Ort“ wieder ein zweitägiges Waldcamp an. Eine Jägerhütte und der Wald boten 22 Kindern Schutz vor wechselhaftem Wetter.
Ein wichtiges Thema war das Verhalten im Wald, die Umwelt und der Naturschutz. Welche wildlebenden Tiere gibt es in unserer Gegend? Warum wird jagdbares Wild geschossen und warum braucht der Jäger einen Jagdhund? Dabei sollten Vorurteile gegenüber den Jägern und dem Jagdwesen abgebaut werden, denn Naturschutz steht im Vordergrund. Der zuständige Revierpächter und Sozialpädagoge Arno Koch stellte bereits 16 Jahren extra für derartige Projekte seine Jägerhütte zur Verfügung. Außerdem ist er zuständig für die Gesamtorganisation und die pädagogische Betreuung.
Am Vormittag des ersten Tages verbrachten die Kinder mit Hund und Jäger im Bissinger Forst. Im Mittelpunkt stand der wichtigste Begleiter des Jägers, der Hund. Die verschiedenen Jagdhunderassen wurden angesprochen. Sechs Jagdhunde (Retriever) zeigten ihre Fähigkeiten mit Wild bei Verlorensuche, Fährten- und Riemenarbeit.
Bei der Exkursion durch den Wald erfuhren die Kinder viel über die jagdlichen Einrichtungen, die in Augenschein genommen wurden (Kanzeln, Leitern, Futterkrippen, Kirrungen und Wildäcker). Auch auf die Gefahren, die im Wald auftreten können, wurde hingewiesen. Zur Auflockerung und Freude der Kinder wurden zwischendurch Waldspiele durchgeführt, z.B. das Fangspiel Fuchs und Hase. Warum muss der Fuchs bejagt werden? Wie überlebt das Eichhörnchen und als letztes das Überlebensspiel Futtersuche der Vögel im Wald.
Nach dem Mittagessen baute der Jäger Christoph Kling mit einem Teil der Kinder eine Ansitzleiter und klärte die Kinder über vorschriftsmäßige Sicherheitsaspekte von Jagdeinrichtungen auf. Die zweite Gruppe verbrachte den Nachmittag bei der Herstellung des „Kleinsten Waldes der Welt“ in Guckkastenform.
Zahlreiche Jäger waren am Abend zu Gast unter Leitung des Hegeringleiters des mittleren Brenztales, Karlheinz Peischel. Die Kinder erhielten eine Einführung in die Tierwelt mit Präparaten und Schautafeln. Nach dem Abendessen wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt um auf zwölf Ansitze verteilt zu werden. Unter fachkundiger Anleitung der Waidmänner konnte viel beobachtet und berichtet werden.
Der Tag endete mit einer Geistergeschichte am Lagerfeuer und einer Nachtwanderung durch den Bissinger Forst, bei der die Geister, Johny und die Hexe Walburga ihr Unwesen trieben.
Der Bissinger Bauer, Herr Dörflinger, lud uns am Vormittag des zweiten Tages mit seinem Traktor mit Anhänger zu einer landwirtschaftlichen Rundfahrt ein. Wir erfuhren viel über Ackerbau und Viehzucht und konnten seinen Schweinemastbetrieb besichtigen. Die Rückfahrt endete bei der Bocksteinhöhle. Der Förster, Bernhard Leitner, führte die Kinder durch einen Rückblick in die faszinierende Welt der Steinzeit ein. Praktische Steinzeit- und Geschicklichkeitsspiele rundeten das Höhlenprogramm ab.
Nach dem Mittagessen in der Jagdhütte fand eine Lagerolympiade in Wettbewerbs-form statt. Sechs Gruppen maßen ihr Können und Wissen im Bereich Jagd-, Tier-, Baum- und Pflanzenwelt, sowie in ihrer Geschicklichkeit. Die elf Stationen wurden von den Kindern mit Begeisterung durchlaufen und am Ende hatte die Gruppe „Schlaue Füchse“ die Nase vorn. Die Sieger konnten Medaillen entgegennehmen und alle Kinder erhielten Urkunden und schöne Preise.
Den Abschluß dieser erlebnisreichen Freizeit bildete ein Räuberspiel. Eine besondere Auszeichnung erhielt Max Öchsle als der „Schlaue Fuchs“ des Waldcamps 2011, der die meisten Punkte beim zweitägigen Frage- und Antwortspiel gesammelt hatte.

